Kurze Ergänzung

Climate Review zeigte bereits, dass das arktische Eisminimum im Jahr 2007 sehr wahrscheinlich durch Wetteranomalien zustande kam – beziehungsweise die Eisschmelze durch ebendiese Anomalien noch verstärkt wurde.

Die bisher aktuellste Arbeit, welche sich mit dem arktischen Minimum beschäftigt, stammte aus der Feder von fünf Wissenschaftlern aus Colorado, USA. Selbstverständlich berichtete Climate Review über die Erkenntnisse (siehe obiger Link). Nun widerspricht eine neue Publikation den bis anhin gezogenen Schlüssen.

Die Studie von Kay et al. (April dieses Jahres) legte einen Zusammenhang zwischen der ungewöhnlichen Eisschmelze und der gestiegenen kurzwelligen Strahlung nahe. Satellitenbeobachtungen und andere empirische Daten haben dies belegt.

Nun wurde aber eine Studie von Schweiger et al. veröffentlicht, die den Resultaten von Kay et al. widerspricht. Die vier Wissenschaftler vom Polar Science Center der University of Washington schrieben nämlich:

“However, these experiments establish that the negative cloud anomaly and increased downwelling shortwave flux from June through August did not contribute substantially to the record sea ice extent minimum.”

Nur zur Erinnerung ein Zitat aus der Arbeit von Kay et al.:

“[...] radiation differences alone could enhance surface ice melt by 0.3 m, or warm the surface ocean by 2.4 K, which enhances basal ice melt.”

Interessant und zugleich verwirrend.

Veröffentlicht in Arktis. 2 Kommentare »

2 Antworten zu “Kurze Ergänzung”

  1. Arktisches Meereis auf direktem Weg zu neuer Rekordschmelze « Globale Umweltpolitik Sagt:

    [...] rapiden Schmelze geführt haben. Das deutschsprachige Blog Climate Review hat sich damit hier, hier und hier [...]

  2. Die Klimakrise » Arktisches Meereis auf direktem Weg zu neuer Rekordschmelze Sagt:

    [...] auf Climate Progress erschienen.] Das deutschsprachige Blog Climate Review hat sich damit hier, hier und hier [...]


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