Hurrikan-Mix Vol. 2

Wer Climate Review mehr oder weniger regelmässig besucht, wird festgestellt haben, dass die Hurrikan-Thematik wohl eine der am meisten behandelten ist.

Die Gründe dafür sind vielfältig. Einer der zentralsten dürfte wohl sein, dass über kaum ein Thema mehr Studien existieren, die dem gern implizierten Bild von immer schlimmeren Hurrikans widersprechen.

Natürlich muss auch hier differenziert werden zwischen den Beobachtungen der letzten 100 Jahre und einer sehr wahrscheinlichen zukünftigen Erwärmung, die möglicherweise bisherige Erkenntnisse relativiert.

Der Hurrikan-Experte C. Landsea veröffentlichte am 1. Mai 2007 eine Arbeit im Magazin „EOS“. Die Studie mit dem Titel „Counting Atlantic Tropical Cyclones Back to 1900“ beschäftigte sich mit der Entwicklung der Hurrikan-Aktivität des 20. Jahrhunderts und veränderten Sturm-Routen.

Landsea kritisierte in seiner Arbeit frühere Arbeiten von Emanuel & Mann (2006) und Holland & Webster (2007), die Veränderungen der Hurrikan-Aktivität mit der anthropogenen Erderwärmung in Verbindung gebracht haben. Für den Forscher Landsea ist dieser Anstieg mit den verbesserten Beobachtungsmöglichkeiten verbunden:

„This article will show that this presumption is not reasonable and that improved monitoring in recent years is responsible for most, if not all, of the observed trend in increasing frequency of tropical cyclones.“

Vor allem Hurrikans über dem Atlantik können heute dank Satellitenaufnahmen viel exakter festgehalten werden. Landsea demonstrierte diese Unterschiede mit Hilfe von folgendem Bild:

Während in der Periode vor den Satellitenbeobachtungen mehrmals alle festgehaltenen Hurrikans tatsächlich die Küsten Amerikas erreichten, betrug dieser Wert in der Periode 1966-2006 durchschnittlich nur 59%. Diese Tatsache ist ein starkes Indiz dafür, dass Hurrikan-Aufzeichnungen nicht direkt miteinander verglichen werden können, da die Werte vor dem Aufkommen der Satellitentechnik mit gutem Grund als „zu tief“ einzustufen sind.

C. Mock von der University of South Carolina veröffentlichte am 15. Mai 2008 im AGU-Journal „Geochemistry Geophysics Geosystems“ eine Arbeit über die Hurrikan-Aktivität in Louisiana, Amerika. Auch Mock widerspricht den Behauptungen von bisher nie dagewesener Hurrikan-Aktivität. Der Wissenschaftler vom Department of Geography schrieb in seiner Studie:

„Parts of the early and mid-nineteenth century exhibit greater tropical cyclone and hurricane activity than at any time within the last few hundred years.“

Untermauert wurde diese Aussage durch folgende Grafik:

Was bleibt ist die Erkenntnis der Existenz einer kontroversen wissenschaftlichen Debatte und keinen sich abzeichnenden Konsens.

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