Amerikanische Flutschäden

Teile Amerikas wurden in letzter Zeit von ziemlich heftigen Regenfällen heimgesucht. Diese verursachten in einigen Regionen auch schlimme Fluten.

Climate Review zeigte bereits anhand anderer Beispiele (Hurrikans in Nordamerika, Naturkatastrophen in Australien), dass die Vergleichbarkeit bezüglich der Schadenssumme eingeschränkt ist. Inflation, mehr Wohlstand und andere sozioökonomische Faktoren verzerren nicht selten das Resultat.

Nun mag man von Roger Pielke Jr. und seinen kurzfristigen Prognosen-Verifikationsversuchen halten was man will, die Tatsache, dass Pielkes Arbeiten regelmässig in angesehenen Journals abgedruckt werden, bleibt. Am 16. Juni schrieb Pielke einen Beitrag auf seinem Blog über die Schadenssummen in Folge von Fluten, gemessen an ihrem Anteil des Bruttoinlandprodukts.

Dabei kam folgende Grafik zustande:

Während der Zeitperiode 1929-2003 war der Trend der Flutschäden im Verhältnis zum BIP negativ. Während in den Kommentaren des Beitrags noch diskutiert wird, inwiefern die Trendlinie bei der Verwendung eines anderen Verfahrens weniger deutlich negativ ausfallen würde, scheint man sich über das Vorzeichen des Trends einig zu sein.

Pielke Jr. veröffentliche zur Flut-Thematik im Jahr 2000 zusammen mit Mary W. Downton eine Arbeit im „Journal of Climate“, in welcher die ganze Thematik noch ausführlicher behandelt wurde. Unter anderem ist der Studie zu entnehmen:

„The study indicates that the growth in recent decades in total damage is related to both climate factors and societal factors: increased damage is associated with increased precipitation and with increasing population and wealth.“

Zu diesem Schluss sind auch die bereits oben verlinkten Beiträge von Climate Review gekommen. Pielke und Downton schrieben zudem:

„This study suggests that climate plays an important, but by no means determining, role in the growth in damaging floods in the United States in recent decades.“

Ein bekanntes Bild offenbarte auch Figure 3 in der Studie der beiden Forscher:

Der Vollständigkeit zu Liebe sei an dieser Stelle noch erwähnt, dass Pielke und Downton durchaus auch positive Trends erkannten – beispielsweise auf Seite 8 der verlinkten Studie.

Die Resultate der genaueren Untersuchung von Flutschäden zeigte nichtsdestotrotz ein sehr ähnliches Bild wie schon die Ergebnisse aus der detaillierteren Betrachtung von Hurrikan- oder Naturkatastrophenschäden generell.

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