Das Klimaproblem und die Technik

Pauschal ausgedrückt hat uns der technologische Fortschritt das Klimaproblem beschehrt. Pauschal ausgedrückt ist aber der technologische Fortschritt die einzige Chance, die es uns ermöglicht, das Klimaproblem zu bewältigen.

Der folgende Beitrag soll drei mögliche Lösungsansätze kurz aufgreifen.

Seien wir realistisch: Egal welche Auswirkungen die Emission von grossen Mengen CO2 mit sich ziehen könnte, überwiegend positive Konsequenzen werden dies wahrscheinlich nicht sein. Dennoch bleibt die Euphorie – gelinde gesagt – weitestgehend aus, wenn man drastische Massnahmen zur CO2-Emissionsreduktion propagiert. Menschen wollen einmal erlangte Privilegien nur äusserst selten freiwillig wieder aufgeben. Falls der Weg hin zu einer Gesellschaft mit massiv reduzierten CO2-Emissionen möglich ist, so muss dies ohne grosse Einbussen im Wohlstand der Individuen geschehen. Genau da sollte nun der technologische Fortschritt eingreifen.

Drei Beispiele für Fortschritte, die erst kürzlich gemacht wurden:

1. Forscher der TU München entdeckten einen neuen Weg zur CO2-Speicherung. Eine Meeresmikrobe könnte in Zukunft die industrielle CO2-Problematik verkleinern:

„Könnte man diese Organismen oder ihre Enzyme für industrielle Prozesse nutzen, wäre dies ein Weg zu neuen, Energie sparenden und schonenden Verfahren.“

2. Ein wenig kontroverser und beeindruckender sind die Forschritte auf dem Weg zur künstlichen Photosynthese – die bis heute aber nur als Wunschvorstellung existiert. Wissenschaftler am Forschungszentrum Jülich ist ein Schritt nach vorne gelungen. Der Informationsdienst Wissenschaft (IDW) berichtete:

„Jülicher Forschern ist ein wichtiger Schritt auf dem langen Weg zu einer künstlichen Nachahmung der Photosynthese gelungen. Sie konnten einen stabilen anorganischen Metalloxid-Cluster synthetisieren, der rasch und effektiv die Oxidation von Wasser zu Sauerstoff vermittelt. „

Der Weg bis zur künstlichen Photosynthese ist nichtsdestotrotz lang und steinig.

3. Zuletzt sei auf die aktuellste und wohl streitbarste News hingewiesen: Ein Auto, das mit Wasser fährt. Allerdings behaupteten schon einige Personen, dass ihr Auto mit Wasser funktionieren soll, bisher prominentestes Beispiel dürfte Daniel Dingel sein. Meines Wissens standen dahinter aber immer nur Privatpersonen und nie ein Unternehmen, wie im aktuellen japanischen Beispiel. Ob das Ganze wieder nur eine Ente ist oder womöglich tatsächlich funktioniert, sei dahingestellt. Ein Lichtblick wäre es allemal.
  

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Veröffentlicht in Optimismus. 2 Comments »

2 Antworten to “Das Klimaproblem und die Technik”

  1. califax Says:

    Die Oxidation von Wasser zu Sauerstoff?

    [Die Quelle (Reuters) spricht von einem „Engerie-Generator“ im Auto, welcher dem Wasser Wasserstoff entzieht und dann durch die gewonnene Energie das Auto antreibt. Da Chemie aber nie eine Stärke von mir war, überlasse ich Urteile über die Machbarkeit des beschriebenen Verfahrens anderen Personen. Beispielsweise einem befragten Professor, der gegenüber Reuters sagte:

    „Professor Theodosios Korakianitis at Queen Mary University of London says water by itself would not be enough to get your car going.“ Climate Review.]

  2. califax Says:

    Also erstens ist die Gewinnung von Sauerstoff aus Wasser keine Oxidation sondern IIRC eine Reduktion – das glatte Gegenteil. Zweitens verbraucht Reduktion in der Praxis Energie im Ausmaß X+Schwund, während die zugehörige Oxidation Energie im Ausmaß X-Schwund liefert.
    (Der Schwund ist natürlich von der Technik abhängig. Brennstoffzellen sind da besser als Lagerfeuer.)
    Und wo kommt die Energie her, mit deren Hilfe die Wassermoleküle aufgespalten werden sollen? Aus Batterien oder Solar? Dann könnte man gleich ein Elektroauto bauen, das wäre leichter und effizienter. Oder – was ich für wahrscheinlicher halte – man meint, die nötige Energie aus der Verbrennung beziehen zu können, hätte also ein Perpetuum Mobile.
    Der Londoner Professor hat wahrscheinlich eine Weile an einer höflichen Antwort feilen müssen. 🙂

    [Wo der Generator die nötige Energie her hat, war auch der Punkt, wo selbst ich – mit meinem, gelinde gesagt, rudimentären Chemiewissen – stutzig wurde. Auf den Punkt gebracht gibt es zwei Möglichkeiten: a) Der japanischen Firma ist ein absoluter Durchbruch gelungen, oder b) Greenpax (oder wie der Name der Unternehmung lautete) brauchte Gratis-Publicity. Ich tippe auf b) 😉 Climate Review.]


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