Australische Unwetterschäden

Dass bei der Betrachtung von Schadenssummen im Zusammenhang mit Unwetter oder anderen Katastrophen stets sozioökonomische Aspekte mitberücksichtigt werden sollten, hat Climate Review bereits anhand einiger Beiträge aufgezeigt.

Roger Pielke Jr. verwies auf seinem Blog auf eine neue Arbeit zweier australischer Wissenschaftler.

Ryan Crompton und John McAneney forschen an der Macquarie University in Sydney und haben schon mehrmals ihre Arbeiten in wissenschaftlichen Magazinen veröffentlichen können. Die neue Studie von Crompton und McAneney hört auf den Titel „Normalised Australian insured losses from meteorological hazards: 1967–2006“ und wird im kommenden August im Journal „Environmental Science & Policy“ veröffentlicht.

Wie bei diesen Arbeiten üblich, ist die Gegenüberstellung von korrigierten und unkorrigierten Schadenssummen der Eyecatcher schlechthin:

Wie schon oft zeigte die Anpassung, dass die Schäden im letzten Jahrzehnt keineswegs so aussergewöhnlich waren, wie sie gerne dargestellt werden. Im Abstract der Arbeit schrieb das Wissenschaftler-Duo beispielsweise:

„Once the weather-related insured losses are normalised, they exhibit no obvious trend over time that might be attributed to other factors, including human-induced climate change.“

Crompton und McAneney verwendeten die Datensätze des Insurance Council of Australia, wo insgesamt 161 Ereignisse registriert sind, welche die Schadenssummen signifikant beeinflussen. Fünf dieser 161 Ereignisse sind geologischen Charakters, alle anderen fallen in die Rubrik der meteorologischen Katastrophen.

Die beiden Australier hielten fest, dass nach der Anpassung der entsprechenden Werte kein Trend festgestellt werden konnte und man nicht von einem bereits ersichtlichen Einfluss der Klimaerwärmung reden kann. Im Kapitel „Discussion“ schrieben Crompton und McAneney:

„The impact of human-induced climate change on insured losses is not detectable at this time.“ 

Konsequenterweise sind Crompton & McAneney der Auffassung, dass – neben CO2-Reduktionsbestrebungen – der Fokus von Klimapolitik vor allem auf der Adaption liegen sollte. Durch die Kombination von beiden Handlungsoptionen könne die Bevölkerung in Zukunft am meisten profitieren:

„Employing both mitigation and adaptation contemporaneously will benefit society now and into the future.“

Eine Aussage, mit der wahrscheinlich beide Seiten der Klimakontroverse gut leben können.

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