We can solve it

Regelmässige Leserinnen und Leser dieses Blogs wissen: Climate Review will eine differenzierte Sichtweise zur Klimakontroverse bieten. Natürlich liegt der Schwerpunkt klar auf dem „skeptischen“ Betrachtungswinkel, oft wird jedoch mindestens auf wunde Punkte der präsentierten Studie oder die andere Seite der Debatte aufmerksam gemacht.

Die Haltung von Climate Review soll und muss aber nicht heissen, dass CO2-Emissionsreduktionen nicht wünschenswert sind. Da die Kategorie „Optimismus“ schon lange keinen Beitrag mehr für sich verbuchen konnte, soll das nun nachgebessert werden.

Wir alle kennen Al Gore. Man kann ihn vergöttern für sein Engagement und die Sensibilisierung der amerikanischen Bevölkerung für die Klimaproblematik, oder man hasst ihn für seine viel zu simplen und Monokausalität-suggerierenden Aussagen. Was man Al Gore hingegen nicht vorwerfen kann, ist mangelnder Optimismus. In seiner aktuellsten Rede vom 17. Juli stellte Gore seine Kampagne „We can solve it“ vor. Bis 2018 – so seine visionäre Vorstellung – soll die Energieversorgung der USA ausschliesslich durch alternative Energiequellen (Sonne, Wind und Geothermie) sichergestellt werden. Dadurch würden sich die drei zentralsten Probleme der USA gegenseitig abschwächen und schlussendlich lösen.

Die Versorgung mit sauberer Energie fördert die nationale Wirtschaft und schafft Arbeitsplätze, da Entwicklungs- wie Produktionsstandort die USA wären – ganz im Gegensatz zum Geldfluss an die arabischen Länder durch den Ölkonsum. Durch die reduzierte Abhängigkeit von fossilen Energien kann man gemäss Al Gore Situationen wie die derzeitige im Irak vermeiden. Zusätzlich wird die amerikanische Wirtschaft von den steigenden Preisen für Öl oder Gas entkoppelt. Diese stellen aktuell nämlich viele amerikanische Familien vor existenzielle Probleme. Der Umstieg auf alternative Energiequellen mildert schlussendlich natürlich auch die Konsequenzen der Klimaerwärmung, welche für die innere Sicherheit Amerikas, so Expertenberichte, eine ernsthafte Bedrohung sei.

An sich klingt alles schlüssig, der Teufel wird sich wie so oft im Detail verbergen. Al Gores optimistische Rede kann hier in voller Länge betrachtet werden:

Climate Review wird durch diesen Beitrag selbstverständlich nicht zur „Kaste“ von Al Gore überspringen. Zahlreiche kritische Auseinandersetzungen mit Zitaten von Gore haben dies gezeigt. Auch in dieser Rede stellt Al Gore leider einige Dinge falsch oder tendenziös dar. Beispielsweise die Aussagen zu einigen Wetterereignissen (Tornados, Dürren etc.), die in jüngster Zeit häufiger auftreten sollen. Dem scheint nicht so zu sein. Egal wie realistisch oder eben unrealitisch die Forderungen sind, von Al Gores Optimismus und seiner Visions- und Begeisterungskraft können wir (beziehungsweise vor allem die Politiker) in Europa noch so manches lernen. Und nur dies will dieser Beitrag positiv hervorheben.

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